Bohrunternehmer

Bohrunternehmer

Diese Homepage stellt Ihnen Informationen zur Verfügung, welche für die Optimierung von Erdwärmesonden (EWS) oder anderen Techniken der oberflächennahen Erdwärmenutzung von Interesse sind. Ebenfalls können die Informationen für Beratungen und Auskünfte nützlich sein.


Optimierungsmöglichkeiten

Laut neusten Erkenntnissen in der Forschung sind die wesentlichen Optimierungsmöglichkeiten ein geeignetes Fluid in der Sonde, die Verwendung von thermisch gut leitfähigem Hinterfüllmaterial und die korrekte, das heisst genügend tiefe Auslegung der Sonde.

Hinterfüllung

Besondere Beachtung ist der sorgfältigen Hinterfüllung der Bohrungen zu schenken. Dazu gehört das korrekte Anmischen des Hinterfüll-Mörtels und das sorgfältige Verpressen mit geeigneten Hilfsmitteln.

Beim Hinterfüllmaterial sollte nur thermisch verbessertes Material verwendet werden, mit einem Lambda (Wärmeleitfähigkeit) von 2 W/mK. Insbesondere bei allen Anlagen mit reinem Wasser, mit Regeneration, mit Kühlung und damit bei allen Erdwärme-Sondenfeldern ist die Verwendung eines solchen Hinterfüllmaterials zwingend. Sie erreichen damit wiederum, dass der Bauherr für wenig Mehrinvestitionen eine Anlage erhält, die ihm ein Leben lang Kosten spart.

Sondenfluid

Beim Sondenfluid sollte der heutige Standard Wasser/Glykol in Frage gestellt werden. Besser wäre reines Wasser, was eine tiefere Sonde benötigt. Für Sie als Bohrunternehmer ist dies vorteilhaft, da mehr Umsatz generiert werden kann. Für den Bauherren ist es vorteilhaft, weil er so über die ganze Lebensdauer der Anlage Strom und damit Geld spart sowie eine Rendite auf die Mehrinvestition erzielt, wie er sie sonst nirgends ohne grosses Risiko erhält. Viele erfolgreiche Beispiele zeigen, dass Anlagen mit reinem Wasser problemlos möglich sind. Die hier gegebene Planungshinweise ermöglichen es, risikoarm solche Anlagen zu erstellen. Es ist allerdings wichtig, daran zu denken, dass eventuell weitere Sicherheitsmassnahmen gegen Vereisung nötig sind. Wo trotzdem ein Frostschutzmittel erforderlich ist, sollte eine Mischung von Wasser und  18 % bis max. 20 % Ethanol (denaturierter Sekundasprit resp. Alkohol) eingesetzt werden.

Auslegung

Für die Auslegung der Sonden ist die SIA 384/6 (Quelle:SIA 384/6, 2010) massgebend. Eine Auslegung nur nach einer bestimmten Sondenbelastung (z.B. 45 W/m) ist ungenügend. Insbesondere ist vermehrt darauf zu achten, ob es schon nahe gelegene Sonden gibt oder solche noch zu erwarten sind. In diesen Fällen ist die Sondenlänge entsprechend zu vergrössern. Auch muss beachtet werden, dass die EWS wesentlich länger als die Wärmepumpe hält. Die Effizienz der Wärmepumpen (deren COP oder Leistungszahl) wird sich wohl noch um ca. 20 % verbessern, so dass die EWS etwa 20 % überdimensioniert sein sollte, um auch nach einem Wechsel der Wärmepumpe noch zu genügen.

Sie als Fachperson werden allerdings vieles schon wissen. Deswegen bitten wir Sie, alle involvierten Personengruppen, insbesondere die Bauherren, auf diese Homepage hinzuweisen. Sie können damit effiziente Anlagen und somit auch die weitere Verbreitung dieser Technologie fördern. Besten Dank!


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